Mein Kollege hatte wieder mal zuviel Geld....
Auf sein Crosshair IV Formula, sollte ein X6 1100T und natürlich ein entsprechender Lüfter, der auch beim "overclocken" mitspielt...
vorher zierte ein 1055 "Boxed" sein Board...Boxed mag ja OK sein, aber der Lüfter der hier mitgeliefert wurde ist eine Katastrophe....
nicht das er schlecht kühlte, seine Geräuschkulisse war es...wenn er hochschaltete , auf höchste Drehzahl, dann erfüllte ein laut vernehmliches fiepen den Raum....
Zahnarztbohrer sind kaum nerviger...
doch zurück zum neuen CPU-Kühler...
seine Wahl war der Noctua NH-D14 (siehe Bild)

Ein wahres Monster...Abmessungen (ohne Lüfter): 160mm x 140mm x 130mm (H x B x T) groß und 884g schwer...und kostet ca 70 Euro...ein stolzer Preis...für den man aber einiges geboten bekommt...
Er besitzt , wie man sehen kann , 2 Lüfter , einen 140ger in der Mitte und einen 120ger außen...
und ist nicht nur für AM3 Sockel zu verwenden, sondern auch für Sockel AM2(AM2+) , Intel LGA 775 und LGA 1366 und LGA1156
Alle dafür benötigten Teile werden mitgeliefert...
Außer die Backplate für AMD...die muß man nachfordern (bei Noctua) , weil viele AMD Boards diese Backplate schon besitzen,hat man es wohl nicht beigepackt...
nicht nur ein Schraubenzieher ist mit beigepackt, sondern auch ein Y-Kabel für die Lüfter und sogar Spannungsadapter, damit man die Lüfter auch "Silent" laufen lassen kann...
Der Kühler ist mit seinen Kühlerboden und 6 Heatpipes aus Kupfer , komplett vernickelt...
die Lamellen sind sauber verlötet komplett entgratet...
Der Umbau des Boardes auf die neue Halterung ist vollkommen unproblematisch...
Board auf eine gerade Fläche legen , die alte Halterung abschrauben , die neuen schrauben mit Abstandshalter aufgeschraubt...fertig...
Nachdem man dann die CPU mit der beiliegenden Wärmeleitpaste (Noctua NT-H1--nicht schlecht die Paste)versehen hat kann der Kühler, nach dem entfernen der Lüfter , montiert werden...
Die Federschrauben können hier bis zum Anschlag angezogen werden, das gibt nicht nur halt, sondern auch einen guten Kontakt zur CPU...die Konstruktion der Kühlers lässt eine solche Vorgehensweise zu, ohne das man irgendwas kaputt machen könnte...
danach baut man wieder die Lüfter ein ,die Klammern der Lüfter sind so genial konstruiert, das man dies noch nie einfacher bewerkstelligen konnte...
logischerweise installiert man die Lüfter so, das sie nach hinten (Rechnerrückseite) heraus blasen können..das bringt die Wärme schnellstens weg....
der mittlere Lüfter(140mm) dreht ein wenig schneller als der 120ger , so können keine Wärmestaus entstehen, wenn der kleinere Lüfter die Wärme in die Mitte bläst...
außerdem überragt der mittlere Lüfter ein wenig den Kühler ...so werden dann die Bauteile um den Prozessor (meist Spannungwandler) mit gekühlt...
Im Betrieb ist dieser Kühler sehr leise...was wohl auch an den Silikon-Entkopplern liegt, die schon in dem Kühler integriert sind und somit keinerlei Vibration aufkommen lassen...
Der Kühler hält den 1100ter (der auf 4,1 GHz übertaktet läuft---übertakten mit einem Crosshair IV ist so genial einfach) im Idle unter 40 Grad und unter Last auf ca 51 Grad...
Grandios würde ich sagen...
Nachteil dieses Kühlers ist mit Sicherheit , seine Größe ....
hätte der Kollege nicht einen Big-Tower (NZXT-Phantom--ein sehr schickes Teilchen -- für aber annähernd 150 Euro recht teuer)....es wäre wohl zu knapp gewesen....man braucht also ein großes Gehäuse...
Außerdem überragt der Kühler die ersten zwei RAM-Bänke...RAM ohne Heatspreader können noch eingesetzt werden,,wird aber schon fummelig...
RAMs mit großem Heatspreader sollten vor dem Kühler eingesetzt werden...ist der wirklich große Nachteil....aber wenn man es weiß, ist es nicht so problematisch, hier RAMs mit kleinem oder ohne Heatspreader zu verwenden...
ansonsten ein Klasse Kühler ,der seines gleichen sucht....
mit freundlichem Gruß
vom Faktotum



