Der Einstieg

Hier werden wir versuchen Fragen zu ubuntu zu beantworten.

Der Einstieg

Beitragvon Faktotum » Di 23. Feb 2010, 20:12

Na da will ich mal den Anfang machen....
und direkt die Frage klären...
"Wie , Was , Ubuntu? ..wo bekommt man das denn her"???

Man (Frau auch) kann es hier kostenlos(natürlich) herunterladen.

Nach dem herunterladen brennt man die .iso Datei auf eine CD/DVD


Diese gebrannte CD/DVD kann man nun als sogenannte "Live-CD" gebrauchen ,
indem man davon bootet und ein vollwertiges Betriebssystem vorfindet , mit dem man sogar ins Internet kann...
Nur eines macht diese "Live-CD" nicht, es schreibt von sich aus keinerlei Daten auf die Platte...
Also eine sehr sichere Art, um sorglos zu surfen...
Hiermit lassen sich auch einfach defekte Festplatten oder nicht bootende Windows(Ubuntu)Systeme reparieren...

Wenn man damit vernünftig arbeiten will muß man dieses Betriebssystem natürlich installieren...

Jeder Windowsnutzer der sich noch nicht damit befasst hat, wird sich nun denken...
"Oh, mein Gott---das ist dann wieder solch eine Orgie wie bei Windows...bis dann alles so läuft dauert dann ewig..."
".......und wenn ich nicht aufpasse, ist nachher der ganze Rechner platt und nichts geht dann mehr"

Nein genau das ist nicht der Fall...

Wer es sich ganz einfach machen will, der startet einfach sein Windows, legt die Ubuntu CD ein
und geht über den Windows-Explorer auf sein CD-Laufwerk (sollte der Autostart eingeschaltet sein, dann springt der natürlich an)
im Verzeichnis der CD findet man unter anderem die Datei "Wubi.exe"
(Es gibt auch noch ein andere Art um Ubuntu zu installieren, aber ich wende mich hier bewußt an die Neulinge , die von Windows her kommen und es einfach mal versuchen wollen)
Diese Datei startet man ganz einfach...
damit beginnt die Installation....
Hier wird man dann nur noch gefragt, auf welchem Laufwerk man das Installieren will und wie groß das sein soll...
Nach der Sprachversion wird nur noch ein Name , sowie ein Passwort vergeben und das wars schon....

Keine Angst.. es wird niemals...(wirklich niemals) etwas überschrieben oder kaputt gemacht,
so das Windows hinterher nicht mehr funktioniert , oder wichtige Daten überschrieben werden....

Nach ca 10 Minuten bittet die Installation zum Neustart...
Hierbei richtet Ubuntu direkt ein Dual-Boot System ein, das Heißt, das man von nun an beim Rechnerstart
aussuchen kann , welches Betriebssystem gestartet werden soll..
Am Anfang wird es wohl nicht so oft Ubuntu sein....
aber meist ändert es sich mit der Zeit und man startet immer öfter Ubuntu , anstatt Windows (eigene Erfahrung)

Wenn man nun Ubuntu auswählt wird das neue Betriebssystem gestartet (das erste Mal dauert es ein wenig länger als üblich)
Es startet (nach eben diesem ersten Mal) ansonsten sehr viel schneller als Windows...
Man braucht nichts großartiges herumfummeln...um ins Internet zu kommen oder Anwendungen zu installieren...

Office ist schon installiert , genauso wie ein Grafikprogramm (meist GIMP) und auch sogar ein Messenger...(Pidgin , was man auch von Windows kennt)

direkt nach dem Start von Ubuntu, fragt einen das System sofort, ob man "proprietären Grafiktreiber" installieren will...
das soll bedeuten , das original Nvidia oder AMD/ATI Treiber installiert werden sollen , damit auch die Hardwarebeschleunigung
und alle Grafikeffekte tadellos funktionieren ("Proprietär" deshalb, weil es davon noch keine OpenSource Treiber gibt)

Wenn man nun anfängt , sich damit vertraut zu machen, wird man feststellen, das vieles so ist ,
wie man es von Windows her kennt und erwartet..

Man kann sein Desktop mindestens genauso gut anpassen wie unter Windows...
Die Grafikeffekte, die man einstellen kann sind deren von Windows weit überlegen..
z.B.:das ab Vista immer wieder gezeigte "Blättern" in den einzelnen Fenstern, beherrscht Ubuntu schon seit ewigen Zeiten
und kann in dieser Hinsicht erheblich mehr bieten (für Leute die Effekte lieben)....

Wie Wolfgang oben schon schrieb, gibt es hier und bei Ubuntu.de eine sehr starke Community die bei allen Problemen hilft
und auch weiter weis....

Vieles bei Ubuntu läuft "Out of the Box" , will heißen "Ohne großartiges installieren"
manche Sachen sind dafür etwas aufwendiger , hier zum Beispiel die Installation einer Onboard Soundkarte....
(Soundblaster funktioniert seit Ubuntu 9.10 (Karmic Koala) "out of the Box" sogar 5.1 Sourround....)

Aber das alles ist in der Ubuntu Wikipedia ausführlich
beschrieben und so einfach gemacht , das man als Anfänger mit (Copy/Paste) alle Befehle die nötig sind so übernehmen kann


Viel Spaß beim ausprobieren und testen...
aber Vorsicht..
Ubuntu ist wie ein Virus...
man kommt nicht so schnell davon los..
jedenfalls wird es diejenigen fesseln, die immer schon wissen wollten, was warum und wieso funktioniert
und sich nicht von jemanden zum einfachen "Bediener" degradieren lassen will...


Ich hoffe das meine kleine Einleitung hilft , den Einsteigern den Weg etwas zu ebnen und die Scheu vor dem unbekannten "neuen" zu nehmen

"Für alle die sich dennoch nicht trauen:"
Alternativ , kann man Ubuntu auch direkt bei Faber installieren lassen , gegen einen kleinen Obulus , der nur für das Installieren und dem brennen der CD/DVD zu entrichten ist.
Die komplette Software ist und bleibt weiter kostenlos und unterliegt keinerlei Beschränkungen.....

etwaige installierte Betriebssysteme (z.B:Windows) bleiben auch hier völlig unangetastet und weiterhin voll funktionstüchtig




mit freundlichem Gruß
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Re: Der Einstieg

Beitragvon Gast » Mi 24. Feb 2010, 11:20

Hallo,
bei dem Office von ubuntu handelt es sich ja sicherlich nicht um Microsoft Office.
Darum meine Frage: Welches Office ist denn dabei, und ist das 100% kompatibel zu MS-Office 2007 ?
Vielen Dank
Gast
 

Re: Der Einstieg

Beitragvon Faktotum » Mi 24. Feb 2010, 12:41

Natürlich handelt es sich hier um OpenOffice 3.x

Ich benutze es selbst (unter Windows7 und unter Ubuntu)

alle unter Word erstellten Dokumente kann ich unter OpenOffice öffnen

selbst dieses "unsägliche" Open XML das seit Office 2007 von Microsoft als Standard-Format eingestellt ist...

manchmal sind einige Formatierungen nicht so ganz korrekt aber , damit kann ich ich leben...

Man kann übrigens in Microsofts Office 2007 auch in .ODF Format (OpenDukumentFormat) speichern...

der dabei auftauchende Requester , das die möglichkeit bestünde das nun in diesem Format nicht alle Formatierungen richtig gespeichert würden,
dient eher der Verunsicherung des Anwenders, als der Realität..., denn man möchte ja gern Inkompabilitäten beibehalten, damit Anwender zu MS-Produkten greifen müssen....

Nichts gegen MS-Produkte...gerade Office ....ist ausgereift und sehr funktionell...aber eben durch die seltsamen Formate ,
die MS mit jedem neuen Office einführt, machen selbst MS Produkte untereinander inkompatibel
schon mal versucht einen Text von MS-Works unter MS-Word zu öffnen??? eine Katastrophe, sag ich Dir....
UND
MS-OFFICE kostet etwas...
OpenOffice ist völlig kostenlos....und wird trotzdem ständig weiterentwickelt

Für Betriebe und Firmen, die alles auf MS-Office fahren und auch darauf angewiesen sind, das aller Schriftverkehr 100% formatiert ist und gelesen und auch verschickt werden kann...
ist MS-Office die unkomplizierteste Lösung...aber immer mehr Städte und Gemeinden..sowie Länder und Regierungen setzen auf Offene Formate, damit sie sich nicht von einem einzigen Hersteller abhängig machen...

Aber auch hier gibt es Lösungen...eben das ODF Format....sowie Konverter....

Was bietet MS-Office noch?
Ach das Ribbon - Interface...
Es sieht schick aus und soll das arbeiten erleichtern...
für diejenigen die mit der Maus schubsen, wird es wohl so sein...
Ich dagegen arbeite grundsätzlich mit Tastaturkürzel, um die Funktionen aufzurufen...
Daher stört mich das Aussehen von OpenOffice (sieht wie MS-Office 2003 aus) absolut nicht...
Ich freue mich eher darüber, das ich mehr Platz für mein Dokument habe , und zwar dort wo MS-Office 2007 das Ribbon-Interface hat...

Ich denke, das für den Otto-Normalverbraucher, der hin und wieder mal ein Brief schreibt oder ein Paar Tabellen für die Arbeit oder Schule braucht, OpenOffice vollkommen ausreicht...
Da braucht es nicht direkt ein Office für hunderte von Euronen....

Und wenn das alles für den einen oder anderen nichts ist...das OpenOffice, der kann auch MS-Office unter Ubuntu betreiben...mit dem Tool "WINE" funktioniert es wie unter Windows....


hoffe irgendwie geholfen zu haben


mit freundlichem Gruß
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Re: Der Einstieg

Beitragvon Gast » Mi 24. Feb 2010, 22:28

Na das ist ja mal eine hilfreiche und ausführliche Erklärung. Hat mir sehr weitergeholfen.
Vielen Dank
Habe richtig Lust auf ubuntu bekommen, und werde es sicher bald mal testen.
Gast
 

Re: Der Einstieg

Beitragvon N3mesis » Mo 15. Mär 2010, 21:49

Es gibt auch verschieden Oberflächen für Ubuntu so hat Kubuntu KDE als oberfläche und Ubuntu, Gnome.

Am besten man guckt sich auf YouTube oder MyVideo mal die verschiedenen Oberflächen an.
Einfach bei YouTube oder MyVideo nach "Kubuntu 9.10" oder "Ubuntu 9.10" suchen. Dort findet man ein paar nette eindrücke der oberflächen!
(9.10 "Karmic Koala" ist die aktuelle Bezeichnung von Ubuntu) Jedes halbe Jahr erscheint eine Neue Distribution. (Meist jeden April und jeden Oktober)

Die nächste (derzeit als Alpha vorhanden) wird Ubuntu "Lucid Lynx" 10.04 heißen und im April als vollversion "LTS" = Long Term Support released.

Das neue wird dazu einige veränderungen mit sich bringen. Mehr dazu hier!

Es besteht auch die Möglichkeit eine Ubuntu CD (mit der neusten Distribution) auf der Dev-Homepage zu bestellen völlig Kostenlos!

Besonders effektiv ist Ubuntu als zweit system auf einer weiteren Partition so können Sie z.B falls Sie einen Virus auf Windows haben diesen mithilfe von Ubuntu beseitigen.
Dazu gibt es im Software-Center von Ubuntu Frei verfügbare bzw völlig Kostenfreie Open Source Programme aller art!


Gruß Steven
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